Logo

Logo
Presse/Kommunikation

Schneller Informations- und Datenaustausch entscheidener Wettbewerbsfaktor

Eine Parabolantenne mit 3,70 m Durchmesser auf dem Dach des neuen Entwicklungs- und Forschungszentrums in Coburg signalisiert den Aufbruch der Brose-Gruppe in ein neues Zeitalter der Kommunikationstechnik.

Brose-Gruppe (05/2001). Die Brose-Gruppe wird bis 2003 den Großteil ihrer derzeit 15 Standorte auf fünf Kontinenten über Satellit miteinander vernetzen. Die von der DeTeSat, einer 100prozentigen Tochter der Deutschen Telekom AG, realisierte Lösung verbindet die Vorteile von Satellitenverbindungen mit einem optimalen Bandbreitenmanagement und ist in dieser Form ein Referenzprojekt von Rang. Das System wird für Daten-, Sprach- und Videoübertragungen genutzt.

Für ein weltweit operierendes Unternehmen wie Brose, das seine Kunden in der Regel im Zeittakt von deren Produktion (Just-in-time) beliefert, ist der zuverlässige und schnelle Austausch von Informationen und Daten ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Anforderungen, die Festnetzleitungen über viele tausend Kilometer nicht überall erfüllen können. Leitungsausfälle von sechs Stunden und länger sind in Ländern, die nicht über eine Hochleistungs-Infrastruktur verfügen, keine Seltenheit. Für Brose sei dies, so Siegbert Reuther, Leiter der Abteilung Netzwerke/Telekommunikation, "nicht mehr akzeptabel" gewesen.

Die neue Lösung spart Kosten bei höherem Komfort. So ermöglicht sie etwa auch die Kopplung der Telefonanlagen aller Werke. Praxiseffekt: ein deutscher Brose-Mitarbeiter erreicht seinen Kollegen in Mexiko ebenso über die Anwahl einer Nebenstelle, wie seine Kollegin im Nachbarbüro. Teure Auslandsferngespräche werden damit von der Regel zur Ausnahme. Gemeinsam mit der geplanten Bildübertragung entwickelt sich das Satellitennetzwerk zur kosteneffizienten Kommunikationsplattform: optimale Ressourcenauslastung, geringerer Betreuungsaufwand und zuverlässige, von der örtlichen Infrastruktur unabhängige, Kommunikationswege.

Eine große Parabolantenne, 3,70 Meter im Durchmesser, auf dem Dach des neuen Brose-Entwicklungszentrums an der von-Schultes-Straße in Coburg signalisiert den Aufbruch des Automobilzulieferers in ein neues Zeitalter der Kommunikationstechnik. Bereits seit Herbst letzten Jahres tauschen die Brose-Standorte in Brasilien, Mexiko und Spanien Daten mit der Zentrale über Satellit aus. In wenigen Tagen werden auch die Niederlassungen in Detroit (USA) und Coventry (England) an das System angeschlossen.

Die Installation einer zweiten Antenne in Coburg ist für 2002 geplant und wird die Integration der Brose-Standorte in Asien und Südafrika ermöglichen. Damit erreicht das Unternehmen eine beachtliche globale Flächenabdeckung und ist für die kommunikationstechnische Versorgung zusätzlicher Standorte vorbereitet.

Die Besonderheit des T-SkyNet Frame Relay Services ist das Bandbreitenmanagement. Die feste Stammkapazität von 2 Megabit pro Sekunde - das entspricht dem 30fachen einer einfachen ISDN-Verbindung -wird dynamisch verteilt. Dadurch verfügen alle ans Netz angebundenen Standorte bei Bedarf über hohe Bandbreiten in konstanter Übertragungsqualität. Auch dann, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen und in Echtzeit Sprache und Bewegtbilder übertragen werden sollen.

Das Frame Relay ist für Brose auch eine besonders wirtschaftliche Lösung: Im Gegensatz zur virtuellen "Standleitung" zwischen den sieben vernetzten Standorten wäre indessen die erdgebundene Alternative über Kabel - wenn überhaupt verfügbar - "auf keinen Fall wirtschaftlich gewesen", erläutert Reuther. Zum Preis einer transkontinentalen 128 Kbit/s-Standleitung (doppelte ISDN-Kapazität) verfügt jeder Brose-Standort über ein vielfaches an Bandbreite. Zusätzliche Synergien schöpft die Gruppe aus den unterschiedlichen Zeitzonen: Bis dato in der Nacht brachliegende und dennoch bezahlte Kapazitäten zwischen den europäischen Standorten werden im neuen System vollautomatisch von den Übersee-Standorten genutzt.

Footer