Bedeutender Serienstart im Brose-Werk Hallstadt
In einem Fertigungsschritt bringt die vollautomatische Schäumanlage die Dichtung auf das Basis-Türsystem auf.
Ford setzt damit erstmals Türsysteme von Brose ein. Der Automobilhersteller baut dabei auf das Know-how des Zulieferers, der nicht nur das Türsystem fertigt, sondern als Full-Service-Supplier das Produkt auch in eigener Verantwortung entwickelt hat. Beim Brose-Türsystem sind auf einem Grundträger Fensterheber, Türsteuergerät, Lautsprecher, Kabelbaum und das komplette Schlossmodul integriert. Alle Funktionen sind vorgeprüft und gewährleisten somit höchsten Qualitätsstandard.
Im Werk Hallstadt ist auf etwa 1.500 Quadratmetern eine moderne und hoch automatisierte Produktion entstanden. Auf der Schäumanlage werden zunächst die Trägerbleche mit einer Dichtung versehen. Mit dieser Dichtung wird eine Trennung zwischen dem Nass- und Trockenraum der Fahrzeugtür erreicht. Der Vorteil dieses Konstruktionsprinzips besteht darin, dass sich nur noch die mechanischen Komponenten des Schlosses und des Fensterhebers im Nassraum der Tür befinden. Dieses innovative Konzept erhöht die Funktionssicherheit und spart Kosten, da die Abdichtung elektrischer und elektronischer Bauteile überflüssig wird.
In einer Taktzeit von wenigen Sekunden werden die zugehörigen Fensterheber gefertigt und dann in die Basis-Türsysteme montiert. Diese gehen per LKW just-in-time an zwei Werke der Brose-Gruppe: nach Saarwellingen und nach Gent in Belgien. Dort werden die Türsysteme mit weiteren Bauteilen wie Lautsprecher und Türschloss komplettiert und im Minutentakt synchron zur Fahrzeug-Produktion in die Ford-Werke geliefert.
"Mit diesem Produktionskonzept ist uns ein Innovationssprung in der Herstellung von Fensterhebern und Türsystemen gelungen. Der Kostendruck unserer Kunden hat von uns gefordert, neue Wege bei der Anlagenautomatisierung zu gehen", begründete Geschäftsführer Matthias Drewniok die Investition von rund sieben Millionen Euro.
Derzeit montiert die Anlage rund 4.000 Basis-Türsysteme pro Tag. Im kommenden Jahr wird die Zahl auf täglich 12.000 Einheiten für mehr als 3.000 Fahrzeuge steigen. Über 50 Beschäftigte arbeiten dann an dieser Fertigungslinie im Drei-Schicht-Betrieb.
Heute werden weltweit für 17 Fahrzeugmarken modulare Türsysteme entwickelt, die alle auf dem Brose-Konzept der Trennung von Nass- und Trockenraum basieren. Brose hat die größte Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Türsystemen. Seit Produktion des ersten Türsystems 1987 lieferten die Brose-Werke in Europa, Amerika, Afrika und Asien mehr als 40 Millionen Einheiten just-in-time und just-in-sequence.
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